Weihnachten steht vor der Tür!

Die Lichter werden wärmer, die Tage kürzer – und obwohl wir Weihnachten oft mit Harmonie verbinden, wissen wir alle:
Es ist nicht immer friedlich unter dem Christbaum.

Missverständnisse, unterschiedliche Erwartungen, schneller Stressanstieg – kaum eine Zeit im Jahr zeigt uns so deutlich, wie verschieden wir kommunizieren.
Und genau diese Unterschiede begleiten uns nicht nur im privaten Leben, sondern genauso im Business-Kontext.

Bei BusinessMind ist Kommunikation die Basis unseres Arbeitens – im Training, in Meetings, in Teamprozessen. Doch bevor wir andere verstehen können, hilft es ungemein, uns selbst zu verstehen.

Eines der Modelle, das hier seit Jahrzehnten Orientierung bietet, sind die vier Farbtypen der Kommunikation.

Woher dieses Modell kommt – und warum es so gut funktioniert

Dieses Modell basiert auf zwei psychologisch einflussreichen Quellen:

1. Die psychologischen Grundfunktionen von Carl Gustav Jung

Jung beschrieb Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Menschen Informationen unterschiedlich wahrnehmen und verarbeiten.
Er unterschied dabei vier grundlegende Funktionsweisen:Denken | Fühlen |  Intuition | Empfindung

Und er beschrieb auch, mit welcher „Energie" Menschen an die Welt herantreten: eher introvertiert oder extravertiert.
Diese zwei Achsen – Funktionsmodus und Energie – bilden bis heute die Basis vieler Persönlichkeitssysteme.

Was uns davon für die Kommunikation bleibt:
Menschen unterscheiden sich nicht primär in dem, was sie sagen, sondern wie sie sagen, warum sie es sagen und welche innere Logik sie dabei antreibt.

2. William Moulton Marston und das DISC-Modell

Marston – Psychologe, Forscher, Erfinder der ersten Lügendetektorkonzepte – entwickelte 1928 das Modell, das später als DISC bekannt wurde.
Er beschrieb vier Grundformen menschlicher Handlungstendenzen:

  • Dominance (D) – direkt, schnell, bestimmt

  • Influence (I) – enthusiastisch, kontaktfreudig

  • Steadiness (S) – stabil, unterstützend, harmonisch

  • Conscientiousness (C) – analytisch, präzise, strukturiert

Diese vier Tendenzen waren kein Persönlichkeitstest, sondern ein Kommunikations- und Verhaltensmodell:
Es ging darum zu verstehen, welche Energie jemand in eine Situation bringt, was diese Energie braucht – und wo Konflikte entstehen.

3. Wie daraus das moderne 4-Farbenmodell wurde

Im Laufe der Zeit wurde aus Marstons DISC ein praxisnahes Farbsystem, das heute in vielen Organisationen genutzt wird.
Die Farben entstanden, weil sie schneller verständlich sind als Fachbegriffe:

  • Rot → Dominance (Direct & Driven)

  • Gelb → Influence (Creative & Expressive)

  • Grün → Steadiness (Calm & Supportive)

  • Blau → Conscientiousness (Structured & Precise)

Die vier Farben sind leicht erkennbar, intuitiv erfassbar und im Alltag sofort anwendbar.
Sie beschreiben keine Persönlichkeit im tiefen Sinn, sondern Kommunikationspräferenzen:

  • Wie wir sprechen

  • Wie wir zuhören

  • Wie wir Entscheidungen treffen

  • Wie wir in Stress geraten

  • Wie wir mit anderen Rollen zusammenspielen

Damit verbinden sie die Tiefe von Jung mit der Alltagstauglichkeit von Marston – und werden zu einem praktischen Kommunikationstool, das sowohl Teams als auch Einzelpersonen hilft.

Die vier Kommunikationsfarben – ein kurzer Überblick

🔴 Red – Direct & Driven

Menschen mit roter Energie drücken sich klar, schnell und ergebnisorientiert aus.
Sie wollen vorankommen, Entscheidungen treffen und Wege freiräumen.

Stärken: Fokus, Klarheit, Tempo.
Herausforderung: Geduld – besonders dann, wenn andere mehr Zeit brauchen.

Weihnachtsmoment: „Wann essen wir endlich? Lass uns das klären und starten!"

🟡 Yellow – Creative & Expressive

Gelbe Energie bringt Leichtigkeit, Inspiration und soziale Verbindung.
Gelbe Kommunikatoren sind oft die, die Geschichten erzählen, Ideen teilen und die Stimmung heben.

Stärken: Kreativität, Motivation, Kontaktfreude.
Herausforderung: Struktur halten – besonders wenn die Stimmung kippt.

Weihnachtsmoment: „Ich hab zehn Ideen, wie wir den Abend lustiger machen können!"

🟢 Green – Calm & Supportive

Grüne Energie sorgt für Wärme, Stabilität und ein gutes Miteinander.
Sie schaffen Sicherheit, hören zu und halten Gruppen zusammen.

Stärken: Empathie, Geduld, Verlässlichkeit.
Herausforderung: Konflikte ansprechen und Grenzen setzen.

Weihnachtsmoment: „Bitte streitet euch nicht. Lasst uns das in Ruhe besprechen."

🔵 Blue – Structured & Precise

Blau steht für Logik, Qualität und Ordnung.
Diese Personen wollen, dass Dinge durchdacht sind – sauber, nachvollziehbar, korrekt.

Stärken: Analyse, Detailtreue, Zuverlässigkeit.
Herausforderung: Flexibilität, besonders wenn Pläne spontan geändert werden.

Weihnachtsmoment: „Wir haben gesagt 18:30 – es ist 18:42. Wo sind alle?"

Warum diese Farbtypen uns helfen – im Business wie privat

  • Sie erklären, warum Konflikte entstehen, obwohl alle gute Absichten haben.

  • Sie machen sichtbar, welche Bedürfnisse hinter Verhalten stehen.

  • Sie helfen uns, Missverständnisse zu reduzieren – gerade in Situationen mit Stress oder enger Familie.

  • Und sie erinnern uns daran:
    Nicht jeder kommuniziert wie wir. Und das ist nichts Schlechtes – das ist Vielfalt.

Willst du herausfinden, welcher Farbtyp du bist?

Wir haben einen kurzen Selbsttest erstellt, mit dem du deinen Kommunikationsstil einschätzen kannst.
Ideal für den Jahresabschluss – und vielleicht auch ein guter Gesprächsstarter unterm Christbaum.

👉 Hier geht's zum kostenlosen Self-Check: