Der Rollenunterschied zwischen Business ModeratorInnen und TrainerInnen

Der Rollenunterschied zwischen Business ModeratorInnen und TrainerInnen

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Ihr Lieben,

letztes Jahr haben wir uns eine komplette Beitragsreihe lang mit dem erfolgreichen Design einer Business Moderation beschäftigt und somit auch den Aufgaben von Moderatorinnen und Moderatoren. Vielleicht erinnert ihr euch – hier könnt ihr alles nochmals nachlesen und Revue passieren lassen.

Ihr wisst ja nun aber auch, dass ich nicht nur die Moderation von Workshops anbiete, sondern auch verschiedene Trainings in meinem Portfolio habe. Auch viele von euch halten immer wieder mal Trainings ab.

Ich möchte euch daher an dieser Stelle die wichtigsten Unterschiede zwischen Trainings und Workshops näherbringen und somit die Rollenunterschiede, sodass ihr euch in jedweder Situation eurer spezifischen Rolle bewusst seid und nicht Gefahr läuft, euch nicht rollenkonform zu verhalten.

Rollenunterschied zwischen ModeratorIn und TrainerInDer/die ModeratorIn eines Workshops unterstützt die Gruppe dabei, bei einem bestimmten Thema, mit einem klaren Ziel, Ergebnisse zu erarbeiten. Dies geschieht zumeist außerhalb der Routinearbeit.

Rolle ModeratorIn

Rolle ModeratorIn

Der/die TrainerIn ist während eines Trainings verantwortlich dafür, dass die TeilnehmerInnen ihre Lernziele erreichen, und achtet darauf, dass inhaltliche Lücken gefüllt werden. Dies sollte einerseits durch den Input des Trainers/der TrainerIn aus seinem/ihren reichen Erfahrungs- und Wissensschatz, andererseits aber auch durch Selbstreflexion und Austausch des Wissens und der Erfahrung der TeilnehmerInnen geschehen.

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Rolle TrainerIn

 

Als ModeratorIn einer Business Moderation habt ihr mitunter relativ wenig Wissen über das Thema des Workshops, den ihr moderiert. Ich empfehle Euch immer ein gewisses Grundwissen mitzubringen und den Workshop nicht komplett inhaltlich blank zu moderieren (das haben wir hier bereits gehört), ihr solltet allerdings vermeiden als inhaltliche ExpertIn aufzutreten. Damit verliert ihr nämlich automatisch eure Neutralität, welche für euren Einsatz als ModeratorIn unumgänglich ist.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass ihr vielleicht manchmal in der Situation seid „2 Hüte“ zu tragen, zum einen den neutralen „Moderationshut“ und zum anderen den „ExpertInnen-Hut“, wo es auch darum gehen kann, Stellung zu beziehen und Meinungen einzubringen. Oft kommt es dabei zu „Rollenverwischungen“.

2 Hüte: ModeratorInnen / ExpertInnen

2 Hüte: ModeratorInnen / ExpertInnen

Um diese gut zu meistern empfehle ich, dies gleich zu Beginn des Workshops anzusprechen, d.h. den TeilnehmerInnen explizit klar zu machen, was ihr in welcher Rolle zu tun gedenkt und wie ihr damit umgehen werdet. Wenn ihr dann während des Workshops von der neutralen Moderationsrolle in die ExpertInnen-Rolle wechselt, solltet ihr dies wiederum kurz kundtun. Das bringt Klarheit für alle Beteiligten und euch kann nicht unterstellt werden, dass ihr mit dem neutralen Moderationshut versucht inhaltliche Dinge zu pushen.

Als TrainerIn sieht die Sache mit dem inhaltlichen Wissen schon anders aus. Die TeilnehmerInnen sind ja schließlich hier, um etwas von euch zu lernen. Euer Wissensstand / Eure Erfahrung muss daher hoch sein, sowohl was das Thema des Trainings, als auch die anzuwendende Didaktik betrifft.

Das Wissen um Methoden und den Prozessablauf muss allerdings nicht nur als TrainerIn, sondern auch als ModeratorIn einer Business Moderation hoch sein. Schließlich ist es eure Aufgabe als ModeratorIn/TrainerIn eure TeilnehmerInnen durch den Workshop/das Training zu führen, an der richtigen Stelle die richtigen Fragen zu stellen, unproduktive Konflikte zu vermeiden oder gegebenenfalls aufzuarbeiten, Erwartungen, Ängste und Feedback abzufragen – also grob gesagt, das Steuer in der Hand zu halten und es auch nicht loszulassen.

Als ModeratorIn bzw. TrainerIn das Steuer in der Hand behalten! Aber Achtung: mit Steuern meine ich Lenken und nicht Kontrolle!

Als ModeratorIn bzw. TrainerIn das Steuer in der Hand behalten! Aber Achtung: mit Steuern meine ich Lenken und nicht Kontrolle!

Ihr nehmt hiermit eine Führungsrolle ein, die es im Laufe des gesamten Events beizubehalten und zu erfüllen gilt.

Ansonsten gibt es aus meiner Sicht sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen einem Workshop und einem Training, insbesondere wenn letztere sehr interaktiv aufgebaut sind (was von wissenschaftlicher Seite – Stichwort Neuro-Didaktik – empfohlen wird und ich generell immer so praktiziere).

Nicole hat euch zum besseren Verständnis ein kurzes Video gebastelt, bin schon gespannt wie es euch gefällt! –> Rollenunterschied ModeratorIn TrainerIn! (sollte das Video nicht automatisch starten (v.a. wenn ihr Internet Explorer verwendet könnte das passieren), dann einfach im .ppt File auf die Präsentationsansicht klicken. Die Präsentation ist mit vordefinierten Anzeigedauern versehen, daher ab Start des Videos NICHT mehr selber weiterklicken!)

Beim nächsten Mal gibt es dann wieder eine Methode für euch, die ihr sowohl für Workshops als auch für Trainings einsetzen könnt! Also stay tuned, ich freue mich auf euch!!

Liebe Grüße
Birgit